Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Wärmeleitfähigkeit des massiven metallischen Glases Au(49)Ag(5,5)Pd(2,3)Cu(26,9)Si(16,3) im Temperaturbereich von 2 bis 300 K gemessen. Dazu wird die Probe an einem Ende mit einem Widerstandsheizer geheizt, das andere Ende ist an ein Wärmebad gekoppelt. Die entstehende Temperaturdifferenz wird mit einem Thermopaar gemessen und daraus die Wärmeleitfähigkeit berechnet. Diese wird mit dem Wiedemann-Franz-Gesetz in die durch die Leitungselektronen und die Phononen bestimmten Anteile zerlegt. Der elektronische Anteil dominiert die Wärmeleitfähigkeit bei hohen Temperaturen. An den phononischen Anteil wurde zwischen 2 und 50 K ein theoretisches Modell angepasst, dass die Wechselwirkung der Phononen mit Elektronen, lokalisierten Schwingungsmoden und Punktdefekten berücksichtigt. Hier konnte gezeigt werden, dass der phononische Anteil bei tiefen Temperaturen bis 5 K durch Streuung an Elektronen und bei hohen Temperaturen, ab 20 K, durch Streuung an Punktdefekten bestimmt wird. Zur Beschreibung des mittleren Temperaturbereichs ist mindestens ein weiterer Streuprozess, wie die im vorliegenden Modell benutzte Wechselwirkung der Phononen mit lokalisierten Schwingungsmoden, nötig. |