KIP - Tieftemperatur-Teilchendetektoren - Sonnenneutrinoproblem
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Sonnenneutrinoproblem Bei den Fusionsprozessen im Inneren der Sonne, werden Neutrinos freigesetzt, die nahezu ungehindert die Erde erreichen. Die Rate der Sonnenneutrinos spiegelt damit direkt die im Sonneninnere erzeugte Energie wider. Aus der Beobachtung verschiedener anderer Größen lassen sich die physikalischen Vorgänge im Sonneninnern quantitativ sehr genau nachvollziehen und im Rahmen des so genannten Standardsonnenmodells beschreiben. Seit über 30 Jahren gibt es allerdings Hinweise auf ein signifikantes Defizit von Neutrinos die die Erde erreichen. Nach Messungen mit verschiedenen Detektoren bestehen an dieser Diskrepanz kaum noch Zweifel. Allerdings ist bislang nur unzureichend klar wie das Defizit der Neutrinos bei verschiedenen Energien aussieht, d.h. Messungen des Spektrums der Sonnenneutrinos waren bislang nur sehr eingeschränkt möglich. Will man am Standardsonnenmodell festhalten, muss man annehmen, dass ein Teil der Neutrinos auf dem Weg zur Erde "verschwindet". Als mögliche Erklärung wird das Auftreten von Neutrinooszillationen diskutiert, bei denen die entstandenen Elektronneutrinos auf dem Weg zur Erde in andere Neutrinosorten umgewandelt werden. Dies ist allerdings nur dann möglich wenn Neutrinos eine endliche Ruhemasse besitzen. Die Detektion von Sonnenneutrinos stellt ein vergleichbar schwieriges Problem, wie der Nachweis der dunklen Materie dar, d.h. es muss auch in Untergrundlabor gearbeitet werden und die Umgebungsradioaktivität durch geeignete Maßnahmen reduziert werden. Weitere Informationen zur Detektion von Sonnenneutrinos mit Tieftemperaturdetektoren findet man u.a. unter: |
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HERON, Brown University (USA)
Technische Universität München |
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