Magnetische Kalorimeter
Das Funktionsprinzip magnetischer Kalorimeter basiert auf der Messung der Magnetisierungsänderung eines paramagnetischen Materials in einem konstanten (kleinen) Magnetfeld bei einem Wärmeeintrag durch die Absorption eines Teilchens. Um ausreichend schnelle Thermalisierungszeiten zu erreichen werden in der Regel metallische Paramagneten eingesetzt. Ein System mit dem in den letzten Jahren intensiv gearbeitet worden ist, sind Erbiumionen in Gold. Diese Legierung ist nicht notwendigerweise die ideale Kombination, hat aber einige Vorteile in der Handhabung und Präparation. Ein Vorteil der magnetischen Kalorimeter liegt in der Tatsache, dass die Abhängigkeit der Detektorauflösung von der Wärmekapazität des Absorbers relativ gering ist. Im Idealfall findet man: δE ~ (Cabs)1/3, d.h. magnetische Kalorimeter sind besonders geeignetet für Anwendungen, bei denen Absorber mit grossen Wärmekapazitäten eingesetzt werden müssen. Metallische magnetische Kalorimeter werden u.a. am Kirchhoff-Institut für Physik entwickelt und sind die bislang jüngste Variante der Tieftemperaturdetektoren. Weitere Informationen zu diesem Themenkreis finden Sie unter:
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