Massenspektroskopie von Biomolekülen
In Abb. 1 ist schematisch ein Flugzeitspektrometer gezeigt, wie es zur Massenbestimmung von Biomolekülen eingesetzt wird. Das biologische Ausgangsmaterial ist in eine lichtabsorbierende Matrix eingebettet und wird durch einen kurzen Laserpuls verdampft. Die ionisierten Fragmente werden mittels einer Hochspannung (etwa 30 keV) beschleunigt und fliegen dann ballistisch bis zum Detektor am Ende der Kammer. Die der Flugzeit der molekularen Ionen ist ein Mass für die Masse der Ionen, oder genauer gesagt für ihr Massen/Ladungsverhältnis. In konventionellen Systemen werden als Detektoren Si-Mikrokanalplatten eingesetzt, die allerdings bei grossen Massen (> 10 kDa) in ihrer Empfindlichkeit deutlich nachlassen. Hier könnten zukünftig Tieftemperaturdetektoren eingesetzt werden, deren Nachweisempfindlichkeit nicht von der Masse der Ionen abhängt. Ein weiterer Vorteil von Tieftemperaturdetektoren in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass neben der Flugzeit auch der Energieeintrag in den Detektor gemessen werden kann und damit Rückschlüsse auf den Ladungszustand der ionisierten Fragmente gezogen werden können. In Abb. 2 ist ein Beispiel für die Massenspektroskopie von Biomolekülen mit einem Tieftemperaturdetektor gezeigt.
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