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Interdisziplinäres Seminar: Schatten nuklearer Physik, Politik und nuklearen Lebens. Nukleare Katastrophen und ihre Folgen (Sommersemester 2021)

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Gegenwärtig ist die Anmeldung geschlossen, da das Seminar voll ist.  

Zeit der Veranstaltung: Donnerstags 11:00h c.t. bis 13:00h

Online-Veranstaltung auf HeiConf. Teilnehmer erhalten eine Zugangsberechtigung per Email.

ÜK: 3 LP

Inhalt:

Der fundamentale Konflikt um das „gute“ und das „schlechte“ Atom ist fast so alt wie das Wissen um die Potentiale der Spaltung seines Kerns. Während die Rede vom „schlechten“ Atom die militärische Nutzung und damit Tod, Zerstörung und Leid kritisierte, stand das „gute“ Atom paradigmatisch für die Sicherung des Energiebedarfs der Menschheit und damit für gesellschaftliche Wohlfahrt.

Das interdisziplinäre Seminar hinterfragt diese Unterscheidung in historischer wie physikalischer Perspektive kritisch. Anhand der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki, der Atomwaffentests im Pazifik oder im heutigen Kasachstan, der Atomunfälle von Kyschtym und Sellafield bis Tschernobyl und Fukushima sowie der Etablierung von wissenschaftlicher Expertise und Gegenexpertise diskutieren wir physikalische Grundlagen, biophysikalische Konsequenzen, politische Intentionen und gesellschaftlichen Wirkungen des menschlichen Umgangs mit dem Atom bzw. der Kernspaltung. Durch die von Studierenden der Physik und Geschichte gemeinsame Betrachtung eines ausgewählten Themenfeldes werden einerseits die jeweiligen disziplinären Perspektiven aufgezeigt und andererseits in der gemeinsamen Diskussion interdisziplinär aufeinander bezogen.

Themenfelder: werden noch bekannt gegegeben


 

Literatur: Hannes, Sven: Die Bombe. Die Geschichte der Atombombentests von den Anfängen bis zur Gegenwart, Leipzig 2017;

Pearce, Fred: Fallout. Das Atomzeitalter - Katastrophen, Lügen und was bleibt, München 2019.

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